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  Solist
Komponisten
Adventskonzert  

Sonntag, 03. Dezember 2017, 17.00 Uhr

Stadtkirche Burgdorf 


Leitung
Bruno Stoeckli

Solist
Andreas Kunz, Violine
Programm

Franz Schubert
1797-1828
Ouvertüre im italienischen Stil D-Dur D590



Felix Mendelssohn Bartholdy
1809 - 1847
Violinkonzert e-Moll op. 64



Friedrich Witt
1770 - 1836
Sinfonie E-Dur Nr. 8



Eintrittspreise: Erwachsene Fr. 25.- (unnumeriert)
Passivmitglieder, Lehrlinge, Studierende Fr. 15.-
Kasse ab 16.30 Uhr



2018
Frühlingskonzert


Fr/Sa 23./24. März
mit dem Chor des Gymnasiums Burgdorf
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Komponisten 
Solist  

Andreas Kunz 


Violine 


ist in Langenthal (Schweiz) geboren und aufgewachsen und erhielt seinen ersten Geigenunterricht mit 5 Jahren. Nach der musischen Matura an der Neuen Maturitätsschule Oberaargau studierte er Violine an der Hochschule für Musik in Basel und an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.
Zu seinen wichtigsten Lehrern zählen Martin Kunz, Corrado Romano, Adelina Oprean, Ernst Kovacic und Hansheinz Schneeberger.
Neben dem Studium der modernen Violine vertiefte er sich auch in historischer Aufführungspraxis (Kurse an der schola cantorum basiliensis, bei Chiara Banchini und John Holloway) und erhielt wesentliche Prägung durch die Beschäftigung mit Freier Improvisation.
Die Improvisationsklasse von Walter Fähndrich in Basel hat er 2010 mit dem Titel „Master of Arts in Specialised Music Performance“ abgeschlossen. Heute tritt Andreas Kunz mit einem breiten Repertoire, das vom Frühbarock bis zu zeitgenössischen Uraufführungen reicht, sowie als Improvisator auf.
2013-2016 war er Präsident der Werkstatt für Improvisierte Musik Bern. Ab Herbst 2017 übernimmt er die Künstlerische Leitung des Huttwiler Kammerorchesters.
Als Mitglied des Schweizerischen Musikpädagogischen Verbands erteilt Andreas Kunz Unterricht in Violine und in Freier Improvisation.
Er ist als Geigenlehrer an der Kantonsschule Solothurn angestellt.

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Solist 
Komponisten  
Franz Schubert
1797-1828
Um die Entstehung der im November 1817 komponierten Ouvertüre D 590 rankt sich folgende schwerlich anzuzweifelnde Geschichte:

"Schubert besuchte öfters das Theater, und es darf nicht Wunder nehmen, daß der liederreiche Tondichter sich von dem Melodienstrom Rossinischer Musik angeregt fühlte, wobei freilich niemand weniger als er die schwachen Seiten des genialen Maestro übersehen konnte. Als er nun eines Abends mit mehreren Bekannten (darunter auch Herr [Josef] Doppler, der Gewährsmann dieses Geschichtchens) aus der Oper Tancredi nach Hause wanderte, ergingen sich diese derart in Lobeserhebungen über Rossinis Musik und insbesondere über seine Opernouvertüren, daß Schubert, dem des Lobes zu viel sein mochte, zum Widerspruch gereizt, erklärte, es würde ihm ein Leichtes sein, derlei Ouvertüren, in ähnlichem Styl gehalten, binnen kürzester Zeit niederzuschreiben. Seine Begleiter nahmen ihn beim Wort, und versprachen ihrerseits die Tat durch ein Glas guten Weins zu belohnen. Schubert machte sich sogleich an die Arbeit und componirte eine Ouvertüre für Orchester, welcher später noch eine zweite folgte, und die unter dem Namen: "Ouvertüren im italienischen Styl", bekannt, bei seinen Lebzeiten in Concerten mit Beifall aufgeführt wurden".


Felix Mendelssohn-Bartholdy
1809 - 1847
Mendelssohns Violinkonzert (vollendet um 1844) ist ein Liebling des Publikums wie der Virtuosen. Darüber vergisst man leicht, wie viel Neuerungen der Komponist in dieses eine Stück hineinlegte, etwa die Position der Solokadenz mitten im ersten Satz, sowie die Anlage dieses Geigensolos, das wie eine auf vier Saiten reduzierte Orchesterdurchführung wirkt. Dass alle drei Sätze ineinander übergehen, ist ebenso originell wie der unprätentiöse Einstieg.
Die Violine beginnt ohne langes Orchestervorspiel gleich mit dem Hauptthema, dessen schwärmerische Linie Mendelssohn offenbar so lange im Kopf herum gespukt hatte, bis er das Konzert endlich ausarbeitete. Im Hauptthema liegt der Kern des Ganzen. Dies spürt man auch später noch, in der harmonisch gewagten Überleitung vom Kopfsatz in den langsamen Satz und besonders in der Überleitung zum Finale. Dessen elfenhaft flirrendes und schwirrendes Hauptthema wandert von der Violine munter ins Orchester und zurück und entzündet dabei ein wahres Feuerwerk an Instrumentationseffekten. (Kammermusikführer)


Ralph Friedrich Witt
1770 - 1836
Friedrich Witt, im selben Jahr wie Beethoven geboren, entstammte einer musikalisch regen Familie aus der Nähe von Bad Mergentheim und studierte bei Antonio Rosetti am Hofe Oettingen-Wallerstein, wo er ab 1789 auch Cellist in der Hofkapelle war. 1796 hielt er sich in Wien auf und erntete für seine Musik auch Joseph Haydns Beifall. 1802 wurde er Hofkapellmeister in Würzburg und arbeitete zugleich im neu gegründeten dortigen Stadttheater als Musikdirektor. Er starb 1836 in Würzburg.

Der Musiker und Dichter E.T.A. Hoffmann gab sein Debüt als Musikkritiker bei der Allgemeinen Musikzeitschrift mit Rezensionen von Witt-Sinfonien und schrieb:
"Was die Zusammenstellung der Sätze, Instrumentierungen betrifft, hat sich Herr Witt als ein gründlich verständiger Komponist gezeigt und das sichtbare Bemühen, dem Ganzen nicht sowol viel Tiefe, sondern nur den möglichst hohen Grad von Gefälligkeit zu geben, zeigt, dass sie für ein grosses Publikum geschrieben ist, welches sie denn auch gewiss finden wird, indem sie nur irgend gut aufgeführt, sehr effektvoll, und daher jedem Orchester mit Recht zu empfehlen ist."
Witt wurde zu seinen Lebzeiten oft gespielt und geriet danach zusehends in Vergessenheit. Es gilt, diesen hervorragenden Komponisten heute wieder neu zu entdecken!
Das Aufführungsmaterial der 1811 geschriebenen Sinfonie Nr. 8 wurde eigens für dieses Konzert erstellt und es dürfte sich deshalb um eine Uraufführung dieses Werks in der Schweiz handeln.


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